Wettbewerbsvorteil durch "Psychologisches Potenzial"

14.04.2010 12:11 von Susanne Hansen (Kommentare: 0)

 

Gesellschafter der Weyer und Hansen GbR gründen das „Wirtschaftsinstitut für Psychologisches Potenzial (WIPP)“ und stellen vor:


– Wie Mitarbeiter aktiv zu einem besseren Unternehmensergebnis beitragen können

 

Immer mehr Unternehmen beschreiten einen neuen Weg in der Personalentwicklung, in dem sie das "Psychologische Potenzial" (PsyPot) der Belegschaft nutzen. In kurzen Trainings wird den Mitarbeitern vermittelt, wie ihre "persönlichen Einstellungen" gezielt zu einem besseren Unternehmensergebnis beitragen. Der Erfolg dieses Modells ist wissenschaftlich nachgewiesen.


Internationalisierung und Globalisierung verändern die deutsche Wirtschaft. Unternehmen müssen sich den veränderten Marktbedingungen anpassen, der Wettbewerb wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Deutschland ist noch immer Exportweltmeister, wird als „Land der Ideen“ geschätzt und punktet auch international mit technologischen Innovationen. Diese Wettbewerbsvorteile gilt es nicht nur zu bewahren, sondern auch aus zu bauen. Für Unternehmen stellt dies angesichts des Mangels an hoch qualifizierten Arbeitskräften und gesteigerten Anforderungen jedoch eine große Herausforderung dar.

 

Rekrutierung als Schlüsselaufgabe

Eine Schlüsselfrage der Personal- und Organisationsentwicklung ist daher die Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter. Genauso wichtig ist es aber auch, diese langfristig an das Unternehmen zu binden und die Potenziale der Mitarbeiter voll auszuschöpfen. Dass Mitarbeiter und Firma zusammenpassen müssen, ist dabei von höchster Bedeutung. Denn Mitarbeiter, die sich mit ihrem Unternehmen identifizieren, denken unternehmerisch und sind selbstbewusst in ihrem Arbeitsverhalten. Sie sind mit der ihnen anvertrauten Aufgabenstellung zufrieden und in der Lage, eine hohe Arbeitsleistung zu erbringen. Entlassungswellen und Sparmaßnahmen machen es dem Mitarbeiter schwer, sich zu identifizieren. Viele Arbeitnehmer fühlen sich zunehmend hilflos und bestenfalls als Spielball unternehmerischer Entscheidungen. Als Mitarbeiter haben sie das Gefühl, kaum Einfluss ausüben zu können und den Erfolg des Unternehmens mit zu verantworten. So blicken sie wenig optimistisch und hoffnungsvoll der Zukunft entgegen. Es überrascht nicht, wenn Studien die negativen Auswirkungen dieser Haltung der Mitarbeiter auf die finanziellen Kennzahlen eines Unternehmens nachweisen.

 

Während Firmen häufig extensive Investments vornehmen, um fachliche Trainings durchzuführen, wird versäumt, ergänzend in die positive Haltung der Mitarbeiter zu investieren. Dabei sind es gerade die inneren Einstellungen der einzelnen Mitarbeiter und ihre einzigartigen Persönlichkeiten, die in den Unternehmen die größten und wichtigsten Ressourcen bilden. Wer sie optimal nutzt und entsprechende Personal- und Organisationsentwicklungsprozesse nachhaltig verfolgt, kann im nationalen und internationalen Vergleich entscheidende Wettbewerbsvorteile erzielen – und auf den kontinuierlichen Wandel rascher reagieren. Gerade US-amerikanische Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren zu ressourcenorientierten Methoden und Vorgehensweisen intensiv geforscht.

 

Mitarbeiterpotenziale nutzen

Mit dem praktischen Einzug der positiven Psychologie in die Personalentwicklung legen viele internationale Unternehmen zunehmend Wert darauf, die vorhandenen Stärken in der Persönlichkeit der Mitarbeiter auszubauen. Im Rahmen einer Entwicklungsmaßnahme die Persönlichkeitsmerkmale eines Mitarbeiters zu verändern, ist nahezu unmöglich. Anders verhält es sich jedoch bei Einstellungen oder Persönlichkeitszuständen. Wissenschaftler haben dabei vier unterschiedliche Faktoren konkret identifiziert, die als "Psychologisches Potenzial" beschrieben werden.

 

Psychologisches Potential (PsyPot) beschreibt den Persönlichkeitszustand eines Menschen. Dieses Konstrukt wird charakterisiert durch:

  • Selbstwirksamkeit: das Selbstvertrauen und die Bereitschaft, herausfordernde Aufgaben anzunehmen in der Überzeugung, sie durch entsprechende Anstrengung auch zu meistern – „Ich schaff‘ das schon“.

 

  • Optimismus: die Erwartung,  dass das Leben Gutes bereit hält – „Das Glas ist halb voll“.

 

  • Zuversicht: die Überzeugung, Ziele durch Ausdauer und Ideenreichtum erreichen zu können – „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“.

 

  • Durchhaltevermögen: die Fähigkeit, bei Problemen, Hindernissen und Rückschlägen weiter zu machen – „Jetzt weiß ich, wie es nicht geht“.

 

Das Psychologische Potenzial lässt sich im Rahmen von Entwicklungsmaßnahmen dabei messbar beeinflussen und verändern. Anders als das "positive Denken", das die Bestseller der vergangenen Jahre propagierten, ist PsyPot wissenschaftlich fundiert und basiert auf empirischen Studienergebnissen. Der kürzlich entwickelte Fragebogen zur Messung des Psychologischen Kapitals (Psychological Capital Questionnaire, PCQ) wurde in den USA auf seine Aussagefähigkeit hin getestet. Die Daten für Reliabilität und Validität der vier Zustände (Selbstwirksamkeit, Optimismus, Zuversicht und Durchhaltevermögen) sind dabei exzellent. In Deutschland befindet sich der Test derzeit in der Validierungsphase.

 

Gezieltes und kurzes Training

Im Gegensatz zu den tief im Menschen verankerten Eigenschaften einer Persönlichkeit können die vier identifizierten Zustände durch relativ kurze Trainingseinheiten sowie Aktivitäten am Arbeitsplatz und fokussierte Mikrointerventionen herbei geführt werden. Aus diesem Grund schafft PsyPot neue Möglichkeiten innerhalb einer gezielten Personalentwicklung und erreicht neue Dimensionen der Leistungssteigerung. Verschiedene wissenschaftliche empirische Studien belegen, dass das Psychologische Potenzial sich positiv auf die Leistung, die Zufriedenheit und die Bindung eines Mitarbeiters an ein Unternehmen auswirkt.

 

Forscher kamen außerdem zu dem Ergebnis, dass die positiven Effekte von PsyPot unabhängig sind von verschiedenen anderen Einflussfaktoren wie zum Beispiel Größe des Unternehmens, Branche, Alter, Geschlecht und Ausbildung der Mitarbeiter. Zudem gehen die positiven Effekte von PsyPot über die einzelnen, nachgewiesenen positiven Effekte von Selbstwirksamkeit, Optimismus, Zuversicht und Durchhaltevermögen hinaus. Das bedeutet, dass die gleichzeitige Anwesenheit der unterschiedlichen Persönlichkeitszustände, also PsyPot, einen Synergieeffekt erzielt, der sich positiv auf die Arbeitsleistung der Mitarbeiter auswirkt – und damit auf die Kennzahlen des Unternehmens.

Den positiven Einfluss von PsyPot auf die Verkaufszahlen eines Unternehmens haben namhafte Forscher in den USA eindrucksvoll demonstriert. Die Wissenschaftler nahmen jeweils an, dass das PsyPot der Mitarbeiter mit dem Faktor 0,45 mit dem Gesamtumsatz korreliert und man durch eine PysPot-Intervention eine Steigerung von zwei Prozent erreichen kann. Beispielhaft errechnete man für zehn Unternehmen (Forbes Top Ten der 200 Best Small Companies, Umsatz zwischen $58 und 475 Mio), dass durchschnittlich circa $72 Mio des jährlichen Umsatzes dem vorhandene PsyPot der Mitarbeiter zugerechnet werden können. Ungeachtet des Ist-Zustandes ergibt sich bei einer Steigerung von nur zwei Prozent des PsyPot also eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von $1,44 Mio pro Jahr und Unternehmen.

 

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Die Entwicklung des Psychologischen Potenzials von Mitarbeitern eignet sich also generell dazu, die Leistung im Verkauf und bei internen sowie externen Dienstleistungen zu verbessern. Doch auch im Projektmanagement trägt PsyPot dazu bei, Erfolge zu erzielen. Eine besondere Rolle spielt PsyPot jedoch vor bzw. nach kritischen Situationen im Unternehmen, wie z.B. bei Personalabbau und Umstrukturierung oder wenn viele Produkte das Ende des Life-Cycles erreicht haben. Gerade solche Situationen erschweren es dem einzelnen Mitarbeiter, sich persönlich mit dem Unternehmen zu identifizieren und sich seine positive Einstellung zu erhalten, die Mitarbeiter – und Unternehmen – benötigen, um den Standort Deutschland zu sichern.

 

Weitere Informationen zum Wirtschaftsinstitut für Psychologisches Potenzial (WIPP) und dem Einsatz von PsyPot in Unternehmen erhalten Sie bei der Weyer und Hansen GbR, Training und Beratung, Frau Prof. Dr. Birgit Weyer, birgit.weyer@weyerundhansen.de (Tel. 0170 524 62 68) oder Frau Susanne Hansen, susanne.hansen@weyerundhansen.de (Tel. 0173 888 49 73). Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

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